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Sikhye Rezept Reisgetränk – hinter diesen drei Wörtern steckt Koreas liebstes süßes Getränk. Kalt, malzig, mit schwimmenden Reiskörnern: In Korea gibt es Sikhye nach jedem Festessen. Wir zeigen dir, wie du es zuhause ansetzt – und warum dein Reiskocher dabei die Hauptrolle spielt.
Warum dieses Sikhye Rezept fürs Reisgetränk wirklich gelingt
Vielleicht denkst du: Fermentieren klingt kompliziert. Verstehen wir. Aber Sikhye ist ehrlich gesagt eines der entspanntesten Rezepte, die wir kennen. Denn es besteht aus nur vier Zutaten: Malzpulver, Reis, Wasser und Zucker. Außerdem übernimmt dein Reiskocher fast die ganze Arbeit. Du rührst an, wartest ein paar Stunden – und die Enzyme im Malz verwandeln den Reis in natürliche Süße. Kein Abwiegen auf das Gramm, kein Timing auf die Minute. Wenn die Reiskörner oben schwimmen, bist du fertig. So einfach ist das Signal. Deshalb machen es Familien in Korea seit Generationen genau so, ganz ohne Spezialgeräte.
Zwei Dinge entscheiden über dein Ergebnis, und beide lernst du hier. Erstens: Du verwendest nur die klare Malzflüssigkeit, nicht den trüben Bodensatz. Das macht dein Sikhye sauber im Geschmack statt mehlig. Zweitens: Du hältst die Temperatur bei etwa 60 °C – genau das leistet die Warmhaltefunktion deines Reiskochers. Zu heiß, und die Enzyme sterben. Zu kalt, und es passiert nichts. Mit diesen zwei Regeln gelingt dir das Reisgetränk beim ersten Versuch, versprochen. Los geht's, deine Küche in Berlin oder München ist bereit dafür.
Was ist Sikhye?
Sikhye (식혜) ist ein traditionelles koreanisches Süßgetränk aus Gerstenmalz und Reis. Es schmeckt malzig, mild und angenehm süß – ein bisschen wie kalter Malztee mit Reiskörnern. In Korea gehört es fest zu Feiertagen, besonders zum Neujahrsfest Seollal und zum Erntedankfest Chuseok. Nach dem großen Festessen kommt eine eiskalte Schale Sikhye auf den Tisch, denn es gilt als verdauungsfördernd. Wir haben es in Seoul auch nach dem Saunabesuch im Jjimjilbang getrunken – dort ist es Kult. Übrigens: Trotz der Fermentation enthält Sikhye keinen Alkohol.
Das brauchst du für Sikhye
Die Einkaufsliste ist kurz. Das Herzstück ist Yeotgireum (엿기름), geschrotetes Gerstenmalzpulver – es liefert die Enzyme, die den Reis süß machen. Dazu kommen Rundkornreis, Wasser und Zucker. Ingwer, Pinienkerne und getrocknete Jujuben sind klassische Extras, aber optional. Für Glanz und runde Süße schwören wir auf einen Löffel Maissirup.
- : rundet die Süße ab und gibt dem Getränk seinen typischen Glanz – ein kleiner Löffel reicht.
- : unsere fruchtige Variante: ersetzt einen Teil des Zuckers und bringt eine feine Säure mit.
- : ohne geht es nicht – du findest es im Asia-Markt, meist im Kühl- oder Mehlregal.
- : normaler koreanischer oder japanischer Sushi-Reis funktioniert perfekt; beim Zucker reicht Haushaltszucker.
Technik & typische Fehler
Die wichtigste Technik heißt: Geduld beim Absetzen. Nachdem du das Malzpulver geknetet und gesiebt hast, muss das Wasser ein bis zwei Stunden ruhen. Dabei sinkt die Stärke auf den Boden. Anschließend gießt du nur die klare, bernsteinfarbene Flüssigkeit ab – langsam und ohne den Bodensatz aufzuwirbeln. Wer diesen Schritt überspringt, bekommt ein trübes, mehliges Getränk. Danach übernimmt der Reiskocher: Auf „Warmhalten" hält er konstant rund 60 °C, die Wohlfühltemperatur der Malzenzyme.
- Nur die klare Flüssigkeit: Der weiße Bodensatz macht Sikhye trüb und körnig. Gieße vorsichtig ab und lass den letzten Rest zurück.
- Temperatur halten: 55–65 °C sind ideal. Über 70 °C sterben die Enzyme, unter 50 °C kann das Getränk säuerlich kippen.
- Der Schwimmtest: Schwimmen 10–20 Reiskörner an der Oberfläche, ist die Fermentation fertig – meist nach 4–5 Stunden.
Tipp: Spüle die abgeschöpften Reiskörner sofort kalt ab und lagere sie separat in Wasser – so bleiben sie schneeweiß und sinken nicht.
Schritt für Schritt, in Bildern
Was passt zu Sikhye?
Sikhye ist Koreas Antwort auf den Espresso nach dem Essen – nur kalt und süß. Serviere es deshalb nach einem großen koreanischen Menü, etwa nach BBQ oder einem Eintopf. Außerdem passt es wunderbar zu einem Snack-Nachmittag: In Korea steht die Schale oft neben Keksen und Knabbereien auf dem Tisch. Im Sommer kannst du es sogar halb gefroren als Slush löffeln.
- Cosmos Wangsora Muschel-Kekse — der knusprige Klassiker zum süßen Getränk – so steht es auf vielen koreanischen Snack-Tischen.
- Orion Ogamja Kartoffelsnack — salzig-herzhaft als Kontrast zur malzigen Süße.
- Yangban Dosirak-Gim — klingt ungewöhnlich, funktioniert aber: geröstete Seetang-Blätter und kaltes Sikhye sind ein Jjimjilbang-Duo.
Eine kalte Schale Sikhye, ein paar schwimmende Reiskörner – und plötzlich schmeckt dein Wohnzimmer nach Seoul. — DotAsia Kitchen x
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Das Rezept im Video
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Sikhye – koreanisches süßes Reisgetränk
Von: DotAsia Kitchen
Vorbereitung: 30 min·Garzeit: 390 min·Gesamt: 420 min
Getränk & Dessert·Koreanische Küche·Portionen: 8
★★★★★DotAsia-Hausrezept
Unser Sikhye Rezept Reisgetränk aus Malz und Reis, wie es in Korea zu jedem Fest gehört. Malzig, süß, eiskalt serviert. Schärfe: keine.
Zutaten
Malzbasis
Reis & Süße
Topping
Zubereitung
- Verrühre das Malzpulver mit 3 l lauwarmem Wasser. Lass es 1 Stunde quellen.
- Knete das Malz 5 Minuten kräftig mit den Händen, bis das Wasser milchig ist. Gieße alles durch ein feines Sieb und drücke die Reste gut aus.
- Lass das Malzwasser 1–2 Stunden ruhen, bis sich die Stärke am Boden absetzt. Gieße danach nur die klare Flüssigkeit vorsichtig ab.
- Koche den Reis etwas fester als gewohnt. Gib ihn noch warm in den Reiskocher.
- Gieße das klare Malzwasser über den Reis und stelle den Reiskocher auf „Warmhalten". Warte 4–5 Stunden, bis 10–20 Reiskörner an der Oberfläche schwimmen.
- Schöpfe die schwimmenden Reiskörner mit einem Sieb ab und spüle sie kalt. Bewahre sie in kaltem Wasser im Kühlschrank auf.
- Bringe die Flüssigkeit mit Zucker, Maissirup und Ingwer in einem großen Topf zum Kochen. Lass sie 10 Minuten sprudeln und schöpfe den Schaum ab.
- Kühle das Sikhye vollständig ab, am besten über Nacht. Serviere es eiskalt mit Reiskörnern, Pinienkernen und Jujube-Streifen.
Hinweise
- Ohne Reiskocher: Nutze den Backofen bei 60 °C Umluft oder eine Thermoskanne – wichtig ist nur die konstante Temperatur.
- Fruchtige Variante: Ersetze 1 EL Zucker durch Maesil-Cheong – die Pflaumennote passt wunderbar zum Malz.
- Glanz-Trick: Ein Löffel Maissirup am Ende macht das Getränk seidiger, wie aus der Dose.
- Slush-Tipp aus Maangchis Video: Friere Sikhye halb ein und kratze es mit der Gabel auf – perfekt für heiße Tage.
- Haltbarkeit: Im Kühlschrank hält sich Sikhye 4–5 Tage; die Reiskörner lagerst du separat in Wasser.
- Süße anpassen: Koste vor dem Aufkochen – manche mögen 120 g Zucker, andere 180 g.
Nährwerte (pro Portion, ca.): Kalorien 130 kcal · Eiweiß 1 g · Kohlenhydrate 31 g · Fett 0 g
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Häufige Fragen
Schmeckt Sikhye alkoholisch oder ist es fermentiert?
Sikhye enthält keinen Alkohol. Zwar arbeiten Enzyme aus dem Gerstenmalz am Reis, aber es findet keine alkoholische Gärung statt. Die Enzyme spalten lediglich Stärke in Zucker – deshalb schmeckt das Getränk natürlich süß und malzig. Kinder trinken es in Korea genauso gern wie Erwachsene.
Kann ich Sikhye ohne Reiskocher machen?
Ja, das funktioniert. Du brauchst nur eine konstante Temperatur von etwa 60 °C über 4–5 Stunden. Dafür eignet sich der Backofen bei niedrigster Stufe, ein Slow Cooker oder eine große Thermoskanne. Kontrolliere zwischendurch mit einem Thermometer, denn über 70 °C stoppt die Umwandlung.
Wie lange hält sich selbstgemachtes Sikhye?
Im Kühlschrank hält sich Sikhye etwa 4–5 Tage. Wichtig: Koche es nach der Fermentation immer auf, sonst kippt es schneller. Die Reiskörner bewahrst du separat in kaltem Wasser auf und gibst sie erst beim Servieren dazu. Für längere Lagerung kannst du es portionsweise einfrieren.
Wo bekomme ich Yeotgireum-Malzpulver in Spanien oder Portugal?
Yeotgireum findest du in koreanischen Lebensmittelgeschäften oder online. Achte auf die Bezeichnung 엿기름 auf der Packung. Die passenden Extras wie Maissirup und Pflaumensirup liefern wir dir direkt nach Hause – bestellt ist der Rest der Zutatenliste also schnell.
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