Der Hauptwirkstoff von Miwon, L-Mononatriumglutamat, ist keine chemisch synthetisierte Substanz, sondern eine Aminosäure, die durch mikrobielle Fermentation von Zuckerrohr auf natürlichem Weg gewonnen wird. Das Prinzip ist dasselbe wie bei Joghurt, Käse, Wein oder Sauerkraut – allesamt Produkte der mikrobiellen Fermentation.
Wenn der Mikroorganismus Corynebacterium glutamicum in Zuckerrohrmelasse kultiviert wird, verstoffwechselt er den Zucker und scheidet dabei Glutaminsäure aus. Diese wird anschließend gereinigt und kristallisiert – das Ergebnis sind die weißen Kristalle, die wir als Miwon kennen. Glutaminsäure selbst ist eine natürliche Aminosäure, die reichlich in Tomaten, Parmesan, Kombu-Algen und gut gereiftem Schinken vorkommt. Sie ist der Stoff, den wir als „Umami" – den fünften Grundgeschmack – wahrnehmen.
Daesang brachte 1956 als erstes koreanisches Unternehmen ein fermentiertes Würzmittel in heimischer Produktion auf den Markt und begründete damit die Marke Miwon. Seitdem ist Miwon seit fast 70 Jahren in koreanischen Küchen allgegenwärtig. So wie Europäer Salz, Pfeffer und Parmesan auf dem Tisch haben, steht in koreanischen Haushalten eine Dose Miwon.